Unabhängiger Ratgeber zu gesunden Gewohnheiten vor dem Bildschirm. Er ersetzt keine ärztliche Beratung und hat nichts mit der früheren Website unter dieser Domain zu tun; Videos stellen wir nicht bereit.

Glossar

Medizinisches Glossar

In Texten über gesundes Zuschauen tauchen Wörter auf, die im Alltag selten vorkommen. Hier werden sie kurz und ohne unnötige Details erklärt. Die Definitionen dienen dem Verständnis und ersetzen keine Beratung: Wenn ein Begriff mit Ihren Beschwerden zu tun hat, klären Sie seine Bedeutung mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Ein vertrautes Wort nimmt die Hälfte der Sorge. Die andere Hälfte nimmt das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt.

— Gedanke der Redaktion

Schlaf

Zirkadianer Rhythmus
Die innere Uhr des Körpers, die im Tagesverlauf anzeigt, wann wir wach sein und wann wir schlafen sollten. Sie wird von Licht und gewohnten Abläufen beeinflusst.
Schlafhygiene
Gewohnheiten, die zu besserem Schlaf beitragen: eine regelmäßige Schlafenszeit, ein ruhiger Abend, ein dunkles und leises Schlafzimmer.
Einschlafen
Der Übergang vom Wachsein in den Schlaf. Dauert er häufig lange, lohnt sich ein Blick auf die Abendgewohnheiten und bei Bedarf ein Gespräch mit einer Ärztin oder einem Arzt.
Tagesmüdigkeit
Das Bedürfnis, tagsüber in gewöhnlicher Umgebung einzuschlafen. Beeinträchtigt sie Arbeit oder Schule, sollten Sie sie mit einer Fachperson besprechen.
Schlafstörung
Anhaltende Schwierigkeiten mit dem Schlaf, unter denen das Befinden am Tag leidet. Sie wird von Ärztinnen und Ärzten beurteilt und behandelt, nicht von einem Ratgeber.
Automatische Wiedergabe
Eine Funktion, die die nächste Folge von selbst startet. Sie abzuschalten ist ein einfacher Weg, selbst zu entscheiden, wann Schluss ist.

Sehen

Akkommodation
Die Fähigkeit des Auges, die Schärfe von fernen auf nahe Gegenstände umzustellen. Beim langen Blick auf den Bildschirm arbeitet dieses System lange ohne Pause.
Visuelle Ermüdung
Ein Gefühl von Schwere, Trockenheit oder Brennen in den Augen nach langer Bildschirmarbeit. Es vergeht meist nach einer Pause; wenn nicht, ist eine Untersuchung nötig.
Blinzeln
Ein Reflex, der die Augenoberfläche befeuchtet. Bei konzentriertem Blick auf den Bildschirm blinzeln Menschen seltener.
Trockene Augen
Ein Sand- oder Brenngefühl, wenn die Augenoberfläche zu wenig befeuchtet ist. Ursache und Hilfe klärt die Augenärztin oder der Augenarzt.
20-20-20-Regel
Ein Rat augenärztlicher Fachgesellschaften: alle 20 Minuten 20 Sekunden lang auf etwas schauen, das etwa 6 Meter (20 Fuß) entfernt ist.
Augenarzt
Ärztin oder Arzt für die Gesundheit der Augen: prüft das Sehvermögen, verordnet Brillen und klärt die Ursachen von Beschwerden.

Bewegung

Sitzendes Verhalten
Zeit, die man sitzend oder liegend ohne Bewegung verbringt, außer Schlaf. Die WHO rät, sie zu begrenzen und mit jeder Art von Aktivität zu unterbrechen.
Bewegungsmangel
Zu wenig Bewegung im Alltag. Lange Abende vor dem Bildschirm ohne Pausen sind eine häufige Ursache dafür.
Moderate körperliche Aktivität
Bewegung, bei der die Atmung schneller wird, man aber noch sprechen kann, etwa zügiges Gehen. Erwachsenen empfiehlt die WHO 150–300 Minuten davon pro Woche.
Körperhaltung
Die gewohnte Stellung des Körpers im Sitzen und Stehen. Wichtig ist keine perfekte Haltung, sondern die Möglichkeit, sie regelmäßig zu wechseln.
Sitzpause
Jeder Moment, in dem Sie aufstehen und sich bewegen: ein paar Schritte gehen, sich strecken, Wasser holen. Auch kurze Pausen zählen.

Forschung

Empfehlung
Eine Schlussfolgerung einer Fachorganisation auf Grundlage vieler Studien. Verlässlicher als eine einzelne Arbeit oder eine Zeitungsmeldung.
Bildschirmzeit
Zeit vor einem beliebigen Bildschirm. In den WHO-Empfehlungen für kleine Kinder geht es gezielt um sitzende Bildschirmzeit.
Korrelation
Ein Zusammenhang, bei dem sich zwei Erscheinungen gemeinsam verändern. Er beweist nicht, dass das eine das andere verursacht.
Stichprobe
Die Gruppe von Menschen, an der eine Studie durchgeführt wurde. Von ihrer Größe und Zusammensetzung hängt ab, für wen die Ergebnisse gelten.
Systematische Übersichtsarbeit
Eine Arbeit, die die Ergebnisse vieler Studien zu einer Frage sammelt und vergleicht. Auf solchen Übersichten beruhen häufig Empfehlungen.

Wo diese Begriffe im Ratgeber vorkommen

  • Methoden

    Pausen und Bewegung, Licht und Abstand zum Bildschirm, Lautstärke im Kopfhörer – einfache Ansätze ohne Wundermittel.

  • Vorbeugung

    Gewohnheiten vor dem Bildschirm in einer Woche umstellen: Plan fürs Schauen, Licht, Pausen, Bewegung und feste Schlafenszeit.

  • Forschung

    Woher Empfehlungen zur Bildschirmzeit stammen und wie Sie Meldungen über Studien ohne Panik lesen.

  • Serien & Schlaf (auf Russisch)

    Hinweisseite unter einer älteren Adresse: abends Serien schauen und trotzdem ausgeschlafen sein.

  • Augen am Schirm (auf Russisch)

    Hinweisseite unter einer älteren Adresse: warum die Augen am Bildschirm ermüden und wie Pausen helfen.

  • Lange sitzen (auf Russisch)

    Hinweisseite unter einer älteren Adresse: den Platz zum Schauen einrichten und zwischen den Folgen aufstehen.

  • Methoden

    Pausen und Bewegung, Licht und Abstand zum Bildschirm, Lautstärke im Kopfhörer – einfache Ansätze ohne Wundermittel.

  • Forschung

    Woher Empfehlungen zur Bildschirmzeit stammen und wie Sie Meldungen über Studien ohne Panik lesen.

  • Quellen

    Auf welchen Empfehlungen der Ratgeber beruht, warum er nur wenige Zahlen nennt und wo seine Grenzen liegen.

Quellen

  • Weltgesundheitsorganisation (WHO) – Leitlinien von 2019 und 2020
  • Augenärztliche Fachgesellschaften – Informationen zur Augenbelastung

Die Angaben entsprechen dem genannten Stand. Empfehlungen zu Schlaf, Augenbelastung, Bewegung und Bildschirmzeit von Kindern werden von Zeit zu Zeit überarbeitet. Wenn Sie Beschwerden haben, richten Sie sich deshalb nach Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und nicht nach einem allgemeinen Ratgebertext.